Sonntag, 7. April 2013

Schnüffeln oder nicht schnüffeln, das ist hier die Frage...

An sich wollte ich mich nach Ostern mit den Ostereiern, die uns der Gesetzgeber hinterlassen hat melden. Da sich aber ganz aktuell ein Paradebeispiel an politischer Wendehalsthematik zeigt, möchte ich dies doch den Ostergeschenken vorziehen. Ich werde das aber nachholen, versprochen...

Im Blickpunkt steht in meinem Beispiel unser allerliebste Finanzministerin, welche gleichzeitig unsere allerliebste Ex-Innenministerin ist. Problem ist, dass man wenn man das Resort wechselt, notwendigerweise auch seine Ansichten zu diversen Themen umdrehen muss. Als Innenministerin, war Maria Fekter für schonungslose Offenheit, wer braucht schon Geheimnisse, wer Datenschutz:




Aus diesen Artikeln erfährt man, dass Maria Fekter der Ansicht ist, dass Sicherheit der Privatsphäre und dem Datenschutz vorgeht. Ganz anders, seit sie Finanzministerin ist:


(Besonders gefällt mir der Schlusssatz, in dem sie von überbordenden Zugriff spricht, den sie als Innenministerin als ausgeschlossen angesehen hat)

ÖVP (Kein Schnüffelstaat, sofern es sich nicht um ihre Datenverbindungen handelt)

Neuwal analysiert hier ganz richtig, dass jemand, der VDS befürwortet und das Bankgeheimnis aufgrund des "Datenschutzes" verteidigt, bestenfalls als lächerlich zu bezeichnen ist.
Es ist erschütternd, für wie dement unsere demokratisch gewählten Vertreter ihr Wahlvolk halten, dass sie mit dem gleichen Argument die Online Ausspähung als richtig und die Abschaffung des Bankgeheimnis als falsch bezeichnen und das in einer Zeitspanne von nur wenigen Jahren...